Gedankennebel

Hallo zusammen,

 

kennt ihr das? Wenn im Kopf einfach nichts richtig ist? Nichts zusammenpasst? Sich keine vollständigen Bilder entwickeln? Alles ist irgendwie grau und trostlos. Ich glaube man hat oft solche Dinge im Kopf, Dinge die einem einfach nichts sagen. Zusammenhangslos, irgendwie dahin gewürfelt und man versucht zwanghaft alles zu ordnen. Obwohl man genau weiß, es wird nichts.

 

Ich rede dabei nicht einmal von irgendwas bestimmten, sondern vom Allgemeinen. Irgendwas passt, anderes wieder nicht. Und wieso das so ist, das weiß niemand so genau. Und doch kennt jeder solche Bilder und Gedanken. Irgendwelche Bruchstücke, die einfach nicht zusammenpassen wollen. Die auch gar nicht zusammenpassen können. Denn was soll da auch zusammenpassen? Man erkennt ja nichts. Rein gar nichts.

 

Alles ist grau, grau und duster. Verlassen und trostlos. Und vor allem einsam. Einsam und dennoch irgendwie vertraut. Vertrau, weil man schon des Öfteren an diesem Ort war. Zwar immer allein, aber man kennt ihn. Doch wo kommt dieser Ort her? Vom Kopf, vom Herzen, vom Bauch? Oder ist das alles nur Einbildung, Selbstschutz, Zwang?

Oder ist dieser Ort nur eine Art Zuflucht? Zuflucht vor der Realität. Vor der Realität, in der man sich alles schön reden muss, weil nichts so ist, wie es scheint. Eine Realität, welche verletzt, welche einen auf dem Boden liegen lässt.

Ein Zufluchtsort, an dem man alleine ist, niemand kann einen hier verletzen. Wie auch? Alles ist im Nebel, man sieht nichts, niemand sieht einen. Man ist allein, allein für sich. Im Schutz des Nebels, der die Gedanken so undurchsichtig werden lässt. Gedanken und Bilder, welche zwar nicht zu erkennen sind, aber nur für einen alleine da sind. Eine Rettung in der Not.

 

Ein Zufluchtsort.

 

 

–aracnafaria–

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